Junge.Kirche 1/2009

Focus:
Kirchenmusik

Inhalt [PDF]

Editorial

Kein Selbstzweck
Okko Herlyn

Die Liederwerkstätten für Kirchentage
Gudrun Mawick

Ermutigung zum Psalm in vielerlei Gestalt
Gudrun Mawick

Oldies but Goldies?
Christian Reiser

Psalm 19: Volxbibel Rap Version für den Kirchentag in Bremen

Popularmusik – das kirchenmusikalische Kellerkind
Wolfgang Teichmann

Die Mauern Jerichos
Klara Butting

EKD global
Markus Braun

Ja, wo singen sie denn?
Harald Schroeter-Wittke

Gott verdankt Bach sehr viel
Hans-Jürgen Benedict

Kirchenmusik zwischen Bach und Gamelan
Verena Grüter

Verborgene Geschichte(n)
Yvonne Fischer

Das Lied Gottes singen
Terry MacArthur

Von der Macht des Gesangs
Martin Heider

Musik in der Seelsorge
Geertje-Froken Boll

Kirche für andere
Für Heino Falcke zum 80. Geburtstag
Konrad Raiser, Reinhard Höppner, Laurens Hogebrink

Glaube und Kunst
Psalmen als Glasmalerei

Der Weg der Kirchen zur Überwindung der Apartheid [PDF]
Ruth Gütter

Der Hierarchie die Elite – der Gemeinde die Armen
Klaus Hoffmann

Die US-amerikanisch-mexikanische Grenze
Wolf-Dieter Just

Die Chance der Krise
Silja Graupe

Kulturelle Invasion
Bernd Kappes

Und vergib uns unsere Schuld. Interview mit Jan Janssen

Es gibt fast keine Diakonissen mehr
Rajah Scheepers

Beharrlich in der Leidenschaft für Gottes Reich
Klara Butting

Afrika, tritt heraus im Glauben
Nyansako-ni-Nku

Weinen und Singen
Gernot Jonas und Paul Petzel

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Junge Kirche gratuliert Heino Falcke zum 80sten Geburtstag und bietet im zweiten Teil dieses Heftes eine Würdigung seines jahrzehntelangen Engagements. Falcke ist „theologisch treffsicher und deshalb politisch relevant“ (Laurens Hogebrink). „Das Ergebnis“, schreibt Reinhard Höppner, „war eine theologische Qualität, die man mancher kirchlichen Verlautbarung heute noch manchmal wünschen würde.“

Mit diesen Worten in den Ohren lese ich, dass Bischof Wolfgang Huber sich bei dem Chef der Deutschen Bank für seine Weihnachtspredigt entschuldigt hat. Warum? War es falsch, Ackermanns Renditeforderung von 25 % als Götzendienst zu bezeichnen und mit dem Tanz um das goldene Kalb zu vergleichen? Huber wollte nicht auf den Mann spielen, sondern die Strukturen anprangern. Deshalb habe er sich entschuldigt. Zugleich mahnt er die Verantwortung der einzelnen an, weiß also, dass es keine Strukturen gibt ohne die Menschen, die sie verkörpern. Also doch eine schnelle Kniebeugung vor der Macht?

Vielleicht ist es in der Tat falsch, die Schuldfrage zu personalisieren. Aber sollte die Kirche dann nicht an erster Stelle von ihrer eigenen Verstrickung reden? Ulrike Hoffmann und Rüdiger Schaarschmidt sprachen mit Jan Janssen, dem neuen Bischof der Oldenburgischen Landeskirche (und Mitglied im Redaktionsrat der Jungen Kirche) über die Anlageverluste der Oldenburgischen Kirche im Zuge der Finanzkrise und über den Umgang der Kirche mit der Schuld. Ein schwieriges Gespräch, das erst begonnen hat.

Gerard Minnaard